Wie weiter?

Die Gruppe der Hungerstreikenden positioniert sich zur Frage nach dem weiterem Verlauf des Protests und findet zwei verschiedene Antworten auf die Frage, was nach dem Gesprächstermin am kommenden Donnerstag, 23.09., 19:00 Uhr, passiert.


Ein Teil der Hungerstreikenden stellt das Ultimatum, dass sie bei einem abgelehntem Gesprächsangebot in den trockenen Hungerstreik geht und dadurch auch die Aufnahme von Flüssigkeiten verweigert.
Der andere Teil kündigt für diesen Fall ihren Ausstieg aus dem Hungerstreik am Donnerstag an: “Wir treffen für uns die Entscheidung, dass es sich nicht mehr lohnt, den Kanzlerkandidat:innen noch mehr unseres wertvollen Lebens und unserer Gesundheit zu opfern. Wir wollen uns an anderer Stelle in dieser Gesellschaft als lebende, politische und gestaltende Individuen einbringen”.

Nach wie vor verweigern auch Menschen in Hannover, Bonn und Schwerin bereits seit Wochen die Nahrungsaufnahme. Mit dem heutigen Montag treten außerdem vier weitere Menschen in Berlin in den solidarischen Hungerstreik. Zudem werden viele Menschen morgen in Hamburg für mehrere Tage in Solidarität mit uns fasten.

Wir sind berührt von so viel Solidarität, möchten aber noch einmal eindringlich darauf hinweisen, dass wir niemanden zu einem Hungerstreik aufrufen. Ein solcher birgt, insbesondere unvorbereitet, ein enormes gesundheitliches Risiko und bedarf medizinischer Begleitung.

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Veröffentlicht in Logbuch.