Lina, 18 Jahre:

Foto: Carsten Witte

“Ich gehe in den unbefristeten Hungerstreik, weil wir schon viel zu lange ignoriert worden sind und wir genau jetzt eine Veränderung brauchen. Eine Veränderung im System. Ich gehe in den unbefristeten Hungerstreik aus dem selben Grund warum ich Straßen blockiere und politische Gebäude besetze: ich will die Politiker*innen direkt adressieren. Die Gesellschaft muss sehen, dass wir gerade mit voller Wucht auf den Klimakollaps zusteuern.

Seid vielen Jahren stehe ich mit meinem politischen Protest auf der Straße und doch hat sich noch nichts verändert. Ich hab auf kleinen Aktionen angefangen und hab mich seid dem immer weiter radikalisiert. Und ich denke das genau das notwendig war. Schon jetzt kostet die Klimakrise das Leben von unzähligen Menschen. So wird es nicht weiter gehen!

Mir bleibt nichts anderes übrig als zu hoffen und meinen Teil zur Veränderung beizutragen. Zu hoffen das wir diese Bedrohlichkeit durch weitere Proteste abwenden oder vermindern können. Ökosysteme kollabieren, Lebewesen sterben aus, Umweltkatastrophen und Extremwetter nehmen zu. Ich gehe an meine Grenzen, auch meine gesundheitlichen. Ich sitze vorm Bundestag statt im Klassenzimmer. Ich trete in den unbefristeten Hungerstreik. Die Gesetze schützen ein ungerechtes System, welches den Klimakollaps vorantreibt statt ihn zu stoppen. Wir sind direkt, laut, unbequem und kompromisslos. Wir lassen uns nicht weiter ignorieren.”

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