Es geht weiter – Schau mal hier rein

Der Hungerstreik ist zuende. Es geht für die erfolgreichen Organisator:innen weiter bei:
– Der Aufbruch
– Aufstand der letzten Generation


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Gespräch mit Olaf Scholz: https://youtu.be/q0KpnFzFQgc

— Hungerstreikender weiterhin auf Intensivstation — Wahlergebnis fatal für Schutz unserer Lebensgrundlagen — Aufruf zum friedlichen Widerstand —

Team trockener Hungerstreik:

Nach Ende des Hungerstreiks muss der Streikende Henning Jeschke die dritte Nacht im Krankenhaus verbringen.  Nach 27 Tagen ohne Nahrung und 7 Stunden ohne Flüssigkeit musste er auf der Intensivstation versorgt werden.Ein lebensbedrohlich niedriger Puls hatte den Ärzten Sorge bereitet, weswegen er nach dem Telefonat mit Olaf Scholz und der Beendigung des Durststreiks umgehend die Notaufnahme der Charité Berlin aufsuchte. Heute wurde Jeschke auf die Station für Kardiologie verlegt. Sein Körper und insbesondere sein Herz sind weiterhin sehr schwach und er befindet sich unter dauerhafter ärztlicher Beobachtung. 


“Die leeren Stühle haben deutlich gezeigt: Die Kanzlerkandidat*innen achten unser wichtigstes Recht – das Recht auf Leben und unsere Lebensgrundlagen wie Essen uns Wasser – nicht. Es ist krass was für drastische Mittel notwendig sind, damit Politiker:innen auch nur ein kleines Stück von dem mörderischen Kurs abweichen auf dem wir uns gerade befinden”, sagt Henning Jeschke.


Olaf Scholz rief am Samstag Abend die trockenen Hungerstreiken Lea Bonasera und Henning Jeschke an und sicherte ihnen anders als vorher angekündigt auch ein öffentliches Gespräch über den Klimanotstand innerhalb der nächsten vier Wochen vor Kameras zu. 


Mit den Wahlergebnissen geben sich die Hungerstreikenden nicht zufrieden. “Wählen ist wichtig. Doch bei dieser Wahl konnten wir nur Klimazerstörung wählen. Keine Partei hat ein Programm das mit der 1,5-Grad-Grenze kompatibel ist”, sagt Pressersprecherin Carla Hinrichs. 


“Wir rufen alle Menschen, die wir durch unseren Hungerstreik berührt haben dazu auf, sich am zivilen Widerstand gegen die nächste Regierung zu beteiligen, denn es geht um das Überleben von Menschen schon heute und in Zukunft”, sagt Lea Bonasera, körperlich noch schwach aber auf dem Weg zur Besserung, zwei Tage nach Beendigung ihres Hunger- und Durstreikes. 

Pressekontakt: Carla Hinrichs 015773247074

+++ EIL: Hungerstreikende beenden trockenen Hungerstreik: Olaf Scholz sichert öffentliches Gespräch zum Klimanotstand zu +++

Team trockener Hungerstreik:


Berlin, 25.9.2021 – Sieben Stunden nach dem Beginn des trockenen Hungerstreiks – am 27. Tag des Hungerstreiks – hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz um 17.50 Uhr mit einem Anruf bei den Hungerstreikenden Lea Bonasera und Henning Jeschke ihrem Anliegen stattgegeben. Er sagte am Tag vor der Bundestagswahl einem öffentlichen Gespräch mit ihnen über den Klimanotstand innerhalb der nächsten vier Wochen zu.


“Unser Hungerstreik, als Mittel des zivilen Ungehorsams, hat die Blockadehaltung der Politiker:innen gebrochen. Unsere Entschlossenheit und die Solidarität vieler Menschen haben gesiegt. Das zeigt, dass ziviler Ungehorsam funktioniert und sich Politiker*innen mit der jungen Generation auseinandersetzen müssen”, erklärt Lea Bonasera, eine der Durststreikenden.”

Wir bedanken uns bei allen Menschen, die sich aktiv beteiligt haben. Nur so ist es möglich, dass wir uns in diesem Notfall als Gesellschaft gegen die Zerstörung und Ignoranz auflehnen.“


Henning Jeschke äußert sich nach fast vier Wochen ohne Nahrungsaufnahme: “Es ist ein dramatisches Zeichen, dass es dieses Schrittes bedurfte, damit die wissenschaftliche Realität in die öffentliche Debatte kommt. Obwohl wir jetzt ein Zugeständnis gewonnen haben, reicht das bei Weitem nicht. Alle Wahlprogramme schützen weiter das mörderische fossile System, welches uns in Kriege und Hungersnöte zu führen droht”, fügt der 21-Jährige hinzu.

“Wir haben eine Aufgabe: Wenn das politische System ungeeignet ist, müssen jetzt mehr denn je Tausende von Menschen für das Überleben einstehen und in vielfältige Formen des friedlichen Widerstands treten.”


Lea Bonasera und Henning Jeschke beenden ihren trockenen Hungerstreik und nehmen wieder Nahrung zu sich.


Pressekontakt und weitere Infos:

Carla Hinrichs 

Tel.: 015773247074

Mail: hungerstreik.info@gmail.com

— Trockener Hungerstreik hat begonnen — Olaf Scholz will Klimanotstand nicht anerkennen —


Hinweis: Team trockener Hungerstreik

Pressemitteilung:

Henning Jeschke und Lea Bonasera sind in den Durststreik getreten. Seit 11 Uhr verzichten die beiden neben der Nahrungsaufnahme auch auf die Aufnahme von Wasser. 


Ihr Leben liegt in den Händen von Olaf Scholz. Er muss, als möglicher zukünftiger Kanzler, die wissenschaftliche Realität anerkennen und den Klimanotstand ausrufen.


In einem Durststreik entspricht eine Stunde einem Tag im Hungerstreik. Die medizinische Situation spitzt sich für die schon ausgelaugten Körper von Stunde zu Stunde zu. 


“Der Klimanotstand ist real. Wie soll ein möglicher Wahlsieger Scholz den tödlichen Kurs verändern, wenn er das nicht anerkennt? Unsere Grundrechte werden mit seinem Plan für Klimaneutralität 2045 verletzt. Niemand steht über dem Gesetz, auch Scholz muss unsere Lebensgrundlagen schützen, solange leisten wir Widerstand,”sagt Henning Jeschke am 27. Tag Hungerstreik und seit 3 Stunden ohne Aufnahme von Wasser. 


“Olaf Scholz ist nicht in der Lage, dieses Land zu regieren, wenn er nicht die wissenschaftlichen Fakten anerkennt. Die Fakten, dass wir uns in einem absoluten Klimanotstand befinden. Mein Leben steht hier gerade akut auf dem Spiel, symbolisch für Milliarden Menschenleben die von der Klimakrise betroffen sind,” sagt Lea Bonasera am 6. Tag im Hungerstreik und seit 3 Stunden ohne Wasser Aufnahme.

Pressekontakt: Carla Hinrichs

Tel.: 015773247074

E-Mail: hungerstreik.info@gmail.com

Website: www.hungerstreik2021.de

Trockener Hungerstreik hat begonnen

Team trockener Hungerstreik:


—- Breaking !! —-

Nach einem Telefonat mit Olaf Scholz Büroleitung, indem bestätigt wurde, dass dieser nicht den Klimanotstand ausruft nahmen Lea Bonasera und Henning Jeschke einen letzten Schluck Wasser.

Jetzt befinden sie sich seit 11 Uhr im trockenen Hungerstreik!
Die Zeit läuft!

Die Politik versagt! Scholz zeigt: Er ist nicht in der Lage die wissenschaftliche Klima-Realität anzuerkennen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation.

Trockener Hungerstreik ab 11 Uhr

Team trockener Hungerstreik:

+ Scholz erkennt Klimanotstand nicht an +

Wir brauchen jetzt Menschen, die den Wahnsinn des Weiter-So aufzeigen.

In einer Stunde geht’s los: Wir treten in den trockenen Hungerstreik. Bis Scholz den Notstand ausruft. Traurig, dass es notwendig ist.

+++NEUES ULTIMATUM AN SCHOLZ +++

TROCKENER HUNGERSTREIK DER LETZTEN GENERATION
Morgen droht sich der Hungerstreik der letzten Generation dramatisch zuzuspitzen.
Lea Bonasera, 24 Jahre, und Henning Jeschke, 21 Jahre, haben angekündigt ab dem Morgen des 25.09. in den trockenen Hungerstreik zu treten.

Dieser Schritt sollte nicht notwendig sein.
Weder der Hungerstreik noch ein anschließender Durststreik sollte notwendig sein.
Aber die politische Debatte ist kaputt. Sie schweigt den Mord an der jungen Generation und die unmittelbar drohende Unbewohnbarkeit großer Erdteile tot.

Der SPD-Kanzlerkandidat, der gerade in Umfragen führt und sich als Klimaschützer darstellt, hat es jetzt in der Hand. 2 Tage vor der Wahl.

NEUE FORDERUNG:
Wir beenden den Hungerstreik und treten nicht in den Durststreik, wenn OLAF SCHOLZ ehrlich ist:

Olaf Scholz erklärt öffentlich zum Hungerstreik: “Ja, Deutschland befindet sich im lebensbedrohlichen Klimanotstand”.
Er erkennt an, was er bislang schönredet: Mit dem laschen Wahlprogramm werden wir in den unumkehrbaren Klimazusammenbruch schlittern. Unsere Ernährung in Deutschland ist dadurch bedroht, wir werden Hungersnöte erleben.

In Kenia, Madagaskar, Jemen, und vielen weiteren Orten verhungern gerade Menschen infolge des Klimaverbrechens.

Noch haben wir hier in Deutschland Essen und Trinken. Die Lebensmittelpreise werden mit dem Klimakollaps aber explodieren.
Und Millionen Kinder in Deutschland sind auch jetzt schon darauf angewiesen, dass ihnen die Lehrerin ein Schulbrot zusteckt. Das kann nicht sein. Das hat mit sozial nichts zu tun, Herr Scholz.


WAS GESTERN GESCHAH
Das “Triell für das Überleben” mit den drei Kanzlerkanditat:innen hat wieder gezeigt: Sie interessieren sich nicht für die Menschen in dieser Gesellschaft. Alle drei laberten lieber in gewohnter Schönrede-Manier im TV anstatt das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte auch nur zu erwähnen. Eiskalt.

Sie wurden daher in dem gestrigen Gespräch durch langsam schmilzende Eisblöcke ersetzt.

Später kam Robert Habeck noch um die Ecke und redete mit Lea und Henning.
HIER EIN VIDEO

Wir appellieren an alle, die bereits wissen, dass wir uns im Klimazusammenbruch befinden:
Gehen wir heute mit dem Klimastreik auf die Straße und treten wir in den nächsten Wochen in den zivilen Widerstand – mit allen friedlichen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.

“Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht” Bertold Brecht


Nach Wahlkampf-Weiter-So: Hungerstreikende setzen am 15. Tag auch Vitamin-Saft ab

Im Triell wurde Klimaschutz erneut als Frage von Industriestandort und Technologie-”Entfesselung” dargestellt. Dabei geht es um einen wahrscheinlichen Zusammenbruch des Klimasystems, um die Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschen, insbesondere der jungen. Dennoch gibt es – nach zwei Wochen Hungerstreik – keine Gesprächsbereitschaft der drei Kanzlerkandidat*innen, von Armin Laschet vollständige Ignoranz des Anliegens.

“Unsere Lage spitzt sich zu. Wir sind verzweifelt. Wir müssen jetzt ehrlich reden”.

Die jungen Menschen im Hungerstreik verzichten ab sofort mehrheitlich auch auf verdünnten Vitaminsaft.

Unser zweiter Tag im Hungerstreik

Das Camp im Spreebogenpark wächst, es wird viel geplant, gearbeitet und pleniert. Wir sind im östlicher Teil des Spreebogenparks, unweit des Paul-Löbe-Hauses.

Am frühen Abend sind wir vor das Reichstagsgebäude gezogen, haben unsere Erklärung verlesen und sind anschließend mit Interessierten ins Gespräch gekommen.

Erklärung zum Hungerstreik der letzten Generation

vom 30.08.2021

Seit dem 30. August 2021 befinden wir uns in einem unbefristeten Hungerstreik. Wir sind jung, aber wir sind bereit, unser Leben zu riskieren. Wir schätzen das Leben und wir wollen nicht sterben.

Aber unser Planet befindet sich in einer kritischen Lage. Unser Klima erhitzt sich und unsere Ökosysteme zerbrechen. Korruption und Machtkonzentration in den Händen weniger rauben uns jede Hoffnung auf Wandel. Mit dem Ausverkauf unserer Zukunft wird jede Minute Profit gemacht.

In diesem Moment geht es um Leben und Tod für die junge Generation. (…)

Unsere vollständige Erklärung zum Hungerstreik:

Wir fordern:

1. Ein sofortiges Gespräch mit Ihnen, den drei Kanzlerkandidat*innen Herrn Laschet, Herrn Scholz und Frau Baerbock, über den Mord an der jungen Generation.

2. Das Versprechen von Ihnen, in einer neuen Regierung direkt einen Bürger*innenrat einzuberufen. In diesem sollten Sofortmaßnahmen gegen die Klimakrise, unter anderem eine 100% regenerative Landwirtschaft, besprochen werden.

Wir beenden den Hungerstreik wenn unsere Forderungen erfüllt sind. Unser Leben liegt wortwörtlich in Ihren Händen.

Lina Eichler
Sasha Stier
Mephisto
Simon Helmstedt
Rumen Grabow
Henning Jeschke
Jacob Heinze

Henning, 21 Jahre:

Foto: Carsten Witte

“Ich bin Henning, 21 Jahre alt, aus Greifswald, habe mein Studium der Politikwissenschaft abgebrochen, ich trete jetzt in den Hungerstreik… weil ich eine klare Vision habe: Wir müssen endlich ehrlich reden.

Denn wir sind richtig am Arsch – die Co2-Werte steigen weiter! Sie steigen und steigen. Ihnen ist doch der grün angemalte Wahlkampf egal. Die nächste Regierung muss die Emissionen drastisch senken, um eine Chance zu haben. Und die Pläne der Parteien reichen alle nicht aus, das ist einfache Mathematik. Also Kanzlerkandidat*innen Armin Laschet, Olaf Scholz, Annalena Baerbock… Wie lange müssen wir hungerstreiken, bis wir endlich ehrlich reden?

Die einzige Hoffnung, die bleibt, um das Leben zu schützen, sind Menschen wie du und ich, die auf den Notstand zeigen.

Wenn du Dich also je gefragt hast: “Was hätte ich während des Dritten Reichs gemacht oder während der Amerikanischen Schwarzen Bürgerrechtsbewegung oder zu irgendeinem anderen historischen Zeitpunkt?” Es ist im Wesentlichen das, was Du jetzt gerade machst.

Wenn die Regierung so dermaßen versagt, unsere Zukunft zu schützen, bleibt der jungen Generation nichts als friedlicher Widerstand. Der Hungerstreik ist ein riskantes Unterfangen, aber nichts zu wagen wäre weitaus riskanter. Wir hungern für das Leben.”

Mephisto, 18 Jahre:

Foto: Carsten Witte

“Als ich das erste mal davon gehört habe, dass Menschen dieses Jahr in den
Hungerstreik gehen, dachte ich: Krass…

Aber es ist einfach nicht okay, was da draußen passiert und wie damit umgegangen wird. Überall auf der Welt sterben jetzt schon Menschen wegen der Klimakrise. Seit Jahrzehnten wurden wir gewarnt. Als das Pariser Klimaabkommen aufgesetzt wurde, war klar dass wir auf eine Katastrophe zusteuern. Die Regierung hat es einfach ignoriert, obwohl sie es hätten aufhalten können. Stattdessen hat sie geblendet von Geld und Macht weggeschaut und sie tut es immer noch. Genau so, wie zu viele Menschen wegschauen und verdrängen wollen, was direkt vor unseren Augen passiert.

Wir sind die letzte Generation, die die Katastrophe des unumkehrbaren Klimazusammenbruchs noch aufhalten kann und das macht mir bei unserer Regierung und ihrem jetzigen Verhalten verdammt viel Angst. Ich habe verschiedene Formen des Aktivismus versucht, von Mahnwachen über Demos zu Zivilem Ungehorsam und Blockaden. Ich bin an die Regierungsgebäude gegangen und habe versucht mit Gruppen von Menschen unser Anliegen in die Öffentlichkeit zu bringen, versucht auf unseren Notstand aufmerksam zu machen und Druck auszuüben. Worauf ich danach primär gestoßen bin, waren Polizeigewalt, Repressionen und Politiker:innen die uns weiter ignoriert haben. Ich habe mir sehr lange den Kopf darüber zerbrochen, was denn noch alles passieren muss. Was passieren muss bis endlich einmal gehandelt wird, bevor es schon zu spät ist. Was ich noch alles tun muss, wie weit ich an meine Grenzen gehen muss.

Ich bin bereit sehr vieles dafür zu opfern, denn ich möchte später nicht sagen, dass ich weggeguckt habe und von nichts wusste. Denn ich weiß es. Genau deswegen sehe ich es als meine Verpflichtung alles zu geben – und wenn das bedeutet meine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen zu müssen, dann tue ich auch das.

Deswegen habe ich mich dazu entschieden ab dem 30. August mit einer Gruppe von entschlossenen Menschen, die genauso denken wie ich, in den unbefristeten Hungerstreik zu gehen.”

Rumen, 20 Jahre

Foto: Carsten Witte

“Ich frage mich, was kann ich als einzelner Mensch tun, um die fossilen Verbindungen mit Macht und Geld zwischen der wirtschaftlichen und politischen Elite zu brechen. Vor nun gut drei Jahren ist mir aufgefallen: Wir als Gesellschaft sind verantwortlich für unsere Taten. Klar kann ich wählen gehen, aber das reicht verdammt nochmal nicht aus. Deshalb habe ich aktiv mit friedlichem Widerstand versucht, meiner Stimme Gehör zu verschaffen. Drei Jahre wurden wir an der Nase herumgeführt. Merkt ihr eigentlich wie wütend ich bin?

Was hab ich schon zu verlieren? Angesichts dessen was auf dem Spiel steht. Wir sind die letzte Generation, welche über das Ausmaß der Klimakrise entscheidend mitbestimmt. Mit unserem Hungerstreik setzen wir die Regierung unter Druck. Ich habe keine Wahl. Wir sind der Aufstand der letzten Generation! Ich glaube wir alle müssen einen Schritt weitergehen, aus unserer Komfortzone herauskommen. Ich habe Anfang des Jahres meine Ausbildung zum Bäcker abgebrochen. In drei Tagen gehe ich entschlossen in den Hungerstreik. Es gibt kein Zurück zur Normalität!”

Simon, 22 Jahre:

Foto: Carsten Witte

“Gedeckt durch Lobby-Basierte Politik haben die Konzerne in unendlichem Wachstumswahn die Erde und die Menschen ausgebeutet. So kann es nicht mehr weitergehen. Wenn wir den Kapitalismus nicht überwinden, wird er die Menschheit auslöschen!

Schon jetzt hungern und sterben Millionen Menschen aufgrund der Klimakrise. Solidarisch mit allen, die schon jetzt die diese Konsequenzen ertragen müssen, trete ich ab dem 30. August in den unbefristeten Hungerstreik. Schon Jahre lang habe ich jetzt mein bestes gegeben, Demonstrationen und ziviler Ungehorsam, wir wurden verhöhnt und ignoriert. Wir können nicht mehr ignoriert werden, denn unser Leben steht auf dem Spiel. Wir müssen jetzt handeln.”

Lina, 18 Jahre:

Foto: Carsten Witte

“Ich gehe in den unbefristeten Hungerstreik, weil wir schon viel zu lange ignoriert worden sind und wir genau jetzt eine Veränderung brauchen. Eine Veränderung im System. Ich gehe in den unbefristeten Hungerstreik aus dem selben Grund warum ich Straßen blockiere und politische Gebäude besetze: ich will die Politiker*innen direkt adressieren. Die Gesellschaft muss sehen, dass wir gerade mit voller Wucht auf den Klimakollaps zusteuern.

Seid vielen Jahren stehe ich mit meinem politischen Protest auf der Straße und doch hat sich noch nichts verändert. Ich hab auf kleinen Aktionen angefangen und hab mich seid dem immer weiter radikalisiert. Und ich denke das genau das notwendig war. Schon jetzt kostet die Klimakrise das Leben von unzähligen Menschen. So wird es nicht weiter gehen!

Mir bleibt nichts anderes übrig als zu hoffen und meinen Teil zur Veränderung beizutragen. Zu hoffen das wir diese Bedrohlichkeit durch weitere Proteste abwenden oder vermindern können. Ökosysteme kollabieren, Lebewesen sterben aus, Umweltkatastrophen und Extremwetter nehmen zu. Ich gehe an meine Grenzen, auch meine gesundheitlichen. Ich sitze vorm Bundestag statt im Klassenzimmer. Ich trete in den unbefristeten Hungerstreik. Die Gesetze schützen ein ungerechtes System, welches den Klimakollaps vorantreibt statt ihn zu stoppen. Wir sind direkt, laut, unbequem und kompromisslos. Wir lassen uns nicht weiter ignorieren.”

Unbefristeter Hungerstreik ab dem 30.08. in Berlin

Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen und der letzte Fluss verschmutzt ist, wenn dich jeder Atemzug krank macht wirst du – zu spät – realisieren, dass Reichtum nicht auf Bankkonten liegt und dass man Geld nicht essen kann.

Alanis Obomsawin, kanadische First-Nation-Aktivistin

Die nächsten 3-4 Jahre werden die Zukunft der Menschheit bestimmen.

Sir David King – ehem. klimawissenschaftlicher Berater der britischen Regierung, 2020

Der Klimawandel ist wichtiger als Wahlen oder Wiederwahlen. Es geht um Leben oder Tod.

Alexandria Ocasio-Cortez – jüngste Abgeordnete im US-amerikanischen Repräsentantenhaus

Diejenigen, die das Privileg haben zu wissen, haben die Pflicht zu handeln.

Albert Einstein

Einführung in den Hungerstreik der letzten Generation

Wir sind die letzte Generation, die die Katastrophe des unumkehrbaren Klimakollaps noch aufhalten kann.

Ab dem 30. August werden wir in Berlin im Regierungsviertel zusammenkommen und in den unbefristeten Hungerstreik treten. Wir werden mit einer Gruppe entschlossener junger Leute die Gesellschaft schocken und den politischen Druck exponentiell erhöhen.

Wir fordern:

  1. ein live-übertragenes 2h Gespräch von vier Menschen des Hungerstreiks mit den Kanzlerkandidat:innen Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz über den Mord an der jungen Generation.
  2. das Versprechen in der nächsten Regierung einen verbindlichen und repräsentativen Bürger:innenrat einzuberufen in dem unter anderem die Umstellung auf 100% aufbauende Landwirtschaft thematisiert werden muss. Wenn wir unsere Böden weiter zerstören, werden wir vom Klima gegrillt und vom Hunger dahingerafft.

Eine wichtige Zeit

Wir stehen unmittelbar vor dem Kipppunkt des Weltklimas und blicken auf schockierendes politisches Versagen. Die Gesundheit der Ökosysteme befindet sich im freien Fall. Mehr dazu bei den Fakten.

Nach dem RiseUp ab dem 16.08. in Berlin gehen wir nicht einfach nach Hause. Wir treten in den Hungerstreik, denn wir können es uns nicht leisten, ignoriert zu werden!

Wir haben uns in Recherche zu vergangenen Hungerstreiks gekniet.
Wir haben medizinische Expertise an Bord, die uns begleiten wird.

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